Sankt Marcus Ev. Lutherische Gemeinde
Watertown, Wisconsin
Predigt: Lukas 2:15-20
Pastor Karl Walther
23 Dezember 2000
Das Wort ward Fleisch, und wohnete unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingebornen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Amen.
Das Wort Gottes für diese Weihnachtspredigt ist die Reaktion von den ersten Zeugnißen zu der Geburt Jesu Christi, welche in dem Evangelio Sankt Lukas, Capitel zwei, die Versen fünfzehn bis zwanzig geschrieben steht:
Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten
unter einander: Laßt uns nun gehen gen Bethlehem, und die Geschichte sehen, die
da geschehen ist, die uns der Herr kund gethan hat. Und sie kamen eilend, und fanden beide, Mariam
und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegend.
Da
sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von
diesem Kinde gesagt war. Und Alle, vor
die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und
bewegte sie in ihrem Herzen. Und die
Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott um Alles, das sie gehöret und
gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.
Diese ist die gute Nachricht von der Geburt unsers Herrn.
Liebe Mitchristen, die wieder genießen, die Weihnachtsbotschaft zu hören:
Bald wird das Weihnachtsfest vorbei. Bald stehen wir in einem neuen Jahr. Obwohl wir heute die Kinder=Gottesdienste und die Gaben und die Weihnachtsfeier mit unseren Familien erwarten, wird Januar bald kommen, und dieses Weihnachtsfest wird nur bloße Erinnerung sein.
Daher: denket an ihrem Leben während dieses kommenden Winters.... Die Schnee ist gefallen. Kaltes Wetter ist gekommen. Unsere lieben Familiemitglieder sind zu ihren Häusern wiedergekehrt. Vielleicht seid ihr an die Arbeit oder in der Offiz oder in der Schule wiedergekehrt.
Wird dann unsere jetzige Weihnachtsfeier einen Unterschied gemacht haben? Hat sie heute einen Einfluß auf unser tägliches Leben? Wie sollen wir auf die selige Weihnachtsbotschaft reagieren? Heute Morgen wollen wir auf die Weihnachtsreaktione von den Hirten besonders und auch von Maria acht geben.
Sankt Lukas berichtet: Da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten unter einander: Laßt uns nun gehen gen Bethlehem, und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kund gethan hat.
Für die irten hatte diese Nacht wie hundert andere Nächte angefangen. Vielleicht ein Halbdutzend von den Hirten hüteten ihre Heerde an den Hügeln ein Meil oder zwei außerhalb Bethlehems. Die Schafe schliefen, und vielleicht auch etliche von den Hirten. Andere bedienten das Feuer.
Und was geschah auf einmal? Des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und warum? Warum fürchteten sie sich so? -- Sie waren bloße Menschen: empfangen sündhaftige, geboren böse, und dazu Übeltäter. Und auf einmal standen diese sündhaften Menschen in der Gegenwart eines heiligen Engels Gottes. Es wundert uns nicht, daß sie fürchteten sich sehr.
Erstens sollen wir auch auf die Weihnachtsbotschaft reagieren! Auch wir waren in Sünde empfangen und geboren. Bis auf diesen Tage sind wir Übeltäter: Diener des Gelds, Diener des Vergnügens, Diener des Hochmuts, selbstisch, ungehorsam, unfreundlich, feindlich. Wohl sollen wir gerade wie die Hirten am ersten Christabend, uns vor der Engelgegenwart und vor der Gegenwart Gottes fürchten. Denn: Gott ist ein verzehrendes Feuer.
Aber höre zu, was der heilige Engel zu diesen erschrockenen Hirten zu sagen hatte: Der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher is Christus der Herr, in der Stadt Davids. Und warum waren diese nun gute Nachrichte? -- In dem Christkindlein wurden die Hirten die Vergebung der Sünde, die Gerechtigkeit vor Gott, und das Heil finden.
Diese selige Botschaft ist auch für uns wahr! Mein Freund: Christus ist auch für dich geboren. Durch den vollkommenen Gehorsam Christi, und durch seinen stellvertretended Tod, hat Gott dich für heilig erklärt. Freund: Christus hat für dich gelebt. Durch das Leben Christi, durch die christliche Nachricht, rechnet dich Gott für rein. Freund: Christus ist für dich gestorben. Durch den Tod Christi, auch die Botschaft von dieser Weihnachtszeit, rechnet dich Gott ein vergebener Mensch. Und durch die Auferstehung dieses Sohnes Marias und Sohnes Gottes rechnet dich Gott für ein Mitglied seines Leibes, für ein teuer Kind des Vaters, ja für einen Himmelserben. Durch sein ewiges Leben ist dir das ewige Leben verheißen. Denn Jesus sagte: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in Finsterniß, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Es ist also kein Wunder, daß wir lesen: Und sie kamen eilend, und fanden beide, Mariam und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegend. Was für ein Wunder ist das! Mit ihren eigenen Augen sahen die sündhaften Hirten Gott selbst, in einem Viehfütterndentrog liegend. Mit ihren eigenen Ohren hörten die Hirten die Kindschreie ihres Gottes.
Dies erinnert uns daran, daß der ewige Gott an einen gewißen Platz zu einer gewißen Zeit wirklich kam, alle unsere Rebellion zu sühnen. Dieser Glaube ist unsere wichtigste Reaktion auf die Weihnachtsbotschaft!
Doch sollen wir die andere Fragen antworten. Doch sollen wir den übrigen Text studieren. Nach einigen Wochen, in Januar: wie sollen wir fortführen, an der Weihnachtsgeschichte zu reagieren? Was für einen Einfluß auf unser Leben soll diese Nachricht haben? Das lernen wir von drei Reaktionen von den ersten Zeugnißen der Geburt Christi.
Wir lesen: Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und Alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten.
Wie sollen wir auf die Weihnachtsbotschaft reagieren? In Januar und Februar: was für einen Einfluß auf unser Leben wird die Geburt Christi haben? -- Die Hirten breiteten das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Wir müßen dasselbe tun!
Hast du Kinder oder Großkinder? Sie müßen zum Glauben an Jesum kommen. Hilf ihnen! Sprich mit ihnen von deinem Glaube. Bringe sie mit zum Gotteshaus, auf daß sie mit am Gottesdienste teilnehmen können. Lese mit ihnen in der Bibel. Christus ist auch für deine Familie geboren.
Oder hast du Bruder oder Schwester oder Freund, die nicht Jesum kennen? Sie müßen ihn erkennen. Hilf ihnen! Lade sie zum Gottesdienst ein. Drücke ihnen ein, daß nichts wichtiger ist, als an Jesum zu glauben. Christus ist auch für diese Menchen geboren.
Also müßen wir das Wort ausbreiten, welches zu uns von diesem Kinde gesagt ist. Dies ist unsere erste Reaktion auf die Weihnachtsbotschaft.
Sankt Lukas berichtet: Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.
Wieder frage ich: In Januar und Februar, wie sollen wir auf die Weihnachtsbotschaft reagieren? Was für einen Einfluß auf unser Leben soll die Geburt Christi haben? -- Maria behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Wir müßen dasselbe tun!
Hast du eine Bibel? Selbstverständlich hast du eine Bibel. Lese sie! Vielleicht am Anfang des Morgens, vielleicht ein Capitel jedes Tages, vielleicht mit deinem Manne oder deiner Weib, oder mit den Bibelklassen: lese das Wort Gottes.
Und hast du Hände? Gott hat dir mit zwei Händen gesegnet. Vereinige sie, und bete. Vielleicht am Morgen, vielleicht mit der Familie, bete an Gott. Bete für die Seele unserer Führer in der Regierung und in der Kirche. Bete für die Herzen der Mitglieder deines Families. Bete: daß der Name Gottes unter uns geheiliget werde, daß sein Reich komme, daß seine Wille geschehe.
Also behalten wir alle diese Worte und bewegen sie in unseren Herzen. Dies ist unsere zweite Reaktion auf die Weihnachtsbotschaft.
Zum Schluß: Die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott um Alles, das sie gehöret und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.
Also frage ich euch noch einmal: in Marz oder April, was für einen Einfluß auf unser Leben sollen die Weihnachtsbotschaft und die Geburt Christi haben? -- Die Hirten priesen und lobten Gott um Alles, das sie gehöret und gesehen hatten. Wir müßen dasselbe tun!
Hast du keine rechtlehrende Kirche, darin Gott zu preisen und loben? Verbinde dich mit dieser! Hast du eine Kirche, darin du von der heiligen Schrift und vom Heilande Jesu hörst? Wohne in ihr jede Woche bei!
Hast du eine Stimme, Gott zu loben und zu preisen? Singe, heute und später, Gott bis in die Ewigkeit zu verehren-- für die Gabe seines eingebornen Sohnes, unsers Heilands, auch der Welt Retters.
Und am dreizehnten Tage Aprils, am kommenden Karfreitage, kehren sie wieder um: nicht das Kindgeschrei, sondern das Todgeschrei Christi zu hören-- für dein Heil, für deine Erretung, für deine Erlösung. Dies ist auch die Bedeutung des Weihnachtsfestes. Amen.
Niemand hat Gott je gesehen. Der eingeborne Sohn, der in des Vaters Schooß ist, der hat es uns verkündiget. Amen.